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Aktuelles

06.06.2019

Werkstattgespräch "Über die Kluft - Zur Spaltung im deutschen Russland-Diskurs"

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde der osteuropäischen Geschichte!
Wir laden herzlich zum Diskussionsabend „Über die Kluft - Zur Spaltung im deutschen Russland-Diskurs“ mit Martin Krohs ein!
 

Martin Krohs ist Gründer der Russland-Medien-Plattform dekoder.org (Grimme Online Award 2016). Derzeit arbeitet er an einem Projekt über die Spaltung im deutschsprachigen Russland-Diskurs, das unter dem geplanten Titel „Über die Kluft“ in Buchform und als interaktives Internet-Site erscheinen wird. „Über die Kluft“ untersucht die vielfältigen Faktoren, die für die derzeitige extreme Polarisierung des Diskurses eine Rolle spielen und erkundet Möglichkeiten, die Situation von einer Meta-Ebene her zu verstehen. In diesem Werkstatt-Gespräch stellt Martin Krohs das Projekt vor und lädt anhand konkreter Diskursfragmente zu einer gemeinsamen (Meta-)Diskussion ein.

 
Ort: Abteilung für Osteuropäische Geschichte, 3. OG
Zeit: 24. Juni, 18 Uhr.
Anschließend laden wir zum Empfang ein.

Um eine Voranmeldung unter [Email protection active, please enable JavaScript.] wird gebeten.

 

Hier geht es zum Flyer.

06.06.2019

Geänderte Zeiten der Sprechstunde von Prof. Dr. Aust

 

In den nächsten drei Wochen (11.06.; 18.06.; 25.06.) muss die Sprechstunde von Prof. Dr. Aust leider ausfallen.

Termine können dennoch individuell per E-Mail vereinbart werden.

E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.].

06.06.2019

Sommerschule Chisinau (Republik Moldau)

 

Die Frage nach der geopolitischen Ausrichtung der Republik Moldau (Annäherung an die EU versus Mitgliedschaft in der Eurasischen Zollunion) war lange Zeit für die Wahlentscheidung ausschlaggebend. Im vergangenen Jahr rückte dann der Protest gegen die Eliten in Politik und Wirtschaft in den Vordergrund. Ein Bündnis zwischen in geopolitischen Fragen weit auseinanderliegenden Parteien schien denkbar. Undurchsichtige politische und administrative Strukturen, Korruption und Vetternwirtschaft sowie die Konzentration von Eigentum, u. a. im Bereich der Medien, fördern in der Bevölkerung das Gefühl, über keine wirkliche Mitbestimmung zu verfügen, führen zu einem nahezu defätistischem Verhältnis gegenüber dem Staat und zugleich zu einer positiv besetzten Rückbesinnung auf die Sowjetunion. Dessen ungeachtet wird zu fragen sein, was sich nach den Parlamentswahlen vom 24. Februar 2019 in der Republik Moldau verändert hat und ob es künftig zu einer grundlegenden Veränderung im Lande kommen wird.

Der Anmeldeschluss ist der 15.06.19.

Hier gibt es weitere Informationen.

21.05.2019

Öffentlicher Vortag: D. Khlevniuk - Memory of Stalin´s Repression as a "Usable Past" to Discuss Current Russian Problems: Human Rights, Economic Crisis and Political Apathy

 

Daria Khlevniuk hält am 27.Mai 2019 um 18 c.t. einen Öffentlichen Vortrag zum Thema: Memorie of Stalin´s Repression as a "Usable Past" to Discuss Current Russian Problems: Human Rights, Economic Crisis and Political Apathy.
Die Veranstalltung findet in den Räumlichkeiten der Osteuropäischen Geschichte der Universität Bonn, in der Adenauerallee 4-6 (3.OG.), statt.
Anschliessend wird es eine Diskusionsrunde und einen kleinen Empfang mit Wein und Gebäck geben.

Alle Interessierten sind herzlich Willkommen. Wir bitten um eine kurze Voranmeldung unter: [Email protection active, please enable JavaScript.]

 

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(c) Daria Khlevniuk

 

 

13.05.2019

Einladung zum Vortrag von Herr Prof. em. Dr. Dahlmann, 15.05.

Einladung zum Vortrag von Herr Prof. em. Dr. Dahlmann, 15.05.

 

Liebe Interessenten,
am kommenden Mittwoch, 15.05., um 12.15 Uhr findet im Hörsaal IX der Vortrag von Herr Prof. em. Dr. Dittmar Dahlmann statt. Das Thema lautet: "Gold, Juwelen und eine Bluthochzeit in Moskau. Ein Augsburger Juwelier reist in die europäische Geschichte des 17. Jahrhunderts".
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

P. S. Die Bibliothek der Abteilung für Osteuropäische Geschichte bleibt Mittwochs geschlossen!

Auf dem Bild:
Falscher Dmitri zieht in Moskau ein, 20. Juni 1605.
© Wikipedia Comments

09.05.2019

Buchvorstellung: Schatten des Imperiums. Russland seit 1991

 

Das Deutsch-Russische Jugendparlament Bonn-Kaliningrad e.V. und die Abteilung für Osteuropäische Geschichte der Universität Bonn lädt alle Interessenten zur Buchvorstellung des Professors für Geschichte und Kultur Osteuropas der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität Bonn, Martin Aust, ein.
Der Eintritt ist frei. Um Rückmeldung wird gebeten unter: [Email protection active, please enable JavaScript.]

Weitere Infos finden Sie hier

07.05.2019

Buchvorstellung: Sport under Unexpected Circumstances. Violence, Discipline and Leisure in Penal and Internment Camps

 

 

Einladung zum Kolloquium mit der Buchpräsentation am 13. Mai 2019, 16. Uhr

Am kommenden Montag, dem 13.05.2019, findet eine Vorstellung des Sammelbandes "Sport under Unexpected Circumstances. Violence, Discipline and Leisure in Penal and Internment Camps" statt.

Herr Professor Dittmar Dahlmann, Dr. Gregor Feindt und Marcus Velke stellen im Rahmen unseres Kolloquiums ihre neueste Publikation vor. Alle Interessenten sind um 16 Uhr c.t. herzlich willkommen dem Vortrag zu folgen und mitzudiskutieren! Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen!

07.05.2019

SFB-Workshop "Macht und Ohnmacht der Eliten in Autokratien?"

 

Herzliche Einladung zum Workshop des SFB 1167 „Macht und Herrschaft – Vormoderne Konfigurationen in transkultureller Perspektive“.

Dieser Workshop findet am Donnerstag, den 16.05.19, von 10 - 13 Uhr in dem Raum 0.001 des SFB, Poppelsdorfer Allee 24, statt.

Programm:

Christoph Witzenrath (Bonn Center for Dependency and Slavery Studies): Russische Autokratie in der Zeit der Wirren‘.

Christian Werner (SFB1167, TP Taranczewski), Auf zur Autokratie: die herrschende Elita in der ersten Kriegsherrschaft des mittelalterlichen Japan.

Beryl Büma (SFB1167, TP Morenz), "Gefolgsleute des Horus? Eliten in der frühdynastischen Zeit Ägyptens".

 

Es wir um eine kurze Voranmeldung unter [Email protection active, please enable JavaScript.] gebeten.

Hier ist der Link zu der Veranstaltungsseite.

 

07.05.2019

Stellenausschreibung zur Promotion an JGU Mainz

 

Das Graduiertenkolleg 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen. Austausch, Abgrenzung und Rezeption“ der Johannes Gutenberg Universität in Mainz schreibt eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter/in zur Promotion im Fach Osteuropäische Geschichte aus. Die zu vergebende Stelle soll ab dem 1. Oktober 2019 besetzt werden.

Die Ausschreibefrist wird am 24.05.2019 enden.

 

Weitere Informationen erhalten sie Hier in deutscher und Hier in englischer Sprache.

02.05.2019

Sommerschule zum Thema "Different tales of one historic region – Negotiating shared heritage in Klaipeda, Kaliningrad and Gdansk"

 

Es findet dies Jahr eine Sommerschule zum Thema "Different tales of one historic region – Negotiating shared heritage in Klaipeda, Kaliningrad and Gdansk" statt. Sie ist als "wandernde" Sommerschule konzipiert, die vom 24.08. bis 08.09.2019 in Klaipeda, Kaliningrad und Gdansk stattfinden wird.

Die Sommerschule richtet sich an Bachelor- und Masterstudierende der Humangeographie, Geschichtswissenschaften, Kulturwissenschaften und benachbarter Disziplinen. Sie wird von der Abteilung in Kooperation mit den Universitäten Klaipeda, Kaliningrad und Gdansk organisiert und vom DAAD im Rahmen des Go East Programms finanziert. Bewerbungsschluss ist der 27.05.2019.

 
Weiter Infos finden Sie hier

 

02.05.2019

Onlinepetition - Osteuropäische Geschichte Köln

 

 

‼️*!Wichtig!*‼️

Unsere Kollegen der Osteuropäischen Geschichte in Köln brauchen dringend unsere Unterstützung!
Wir möchen, dass die Abteilung für Osteuropäische Geschichte in Köln weiterhin erhalten bleibt. Bitte unterschreiben Sie die Onlinepetition in dem unten angefügt der Link! Jede Unterschrift zählt!


Zur Onlinepetition

 

30.04.2019

DHI Moskau - "Geographies of medicine in the Tsarist Empire and the Soviet Union"

 

Das DHI in Moskau lädt zum Workshop mit dem Thema "Geographies of medicine in the Tsarist Empire and the Soviet Union" ein.

Dieser Workshop wird im September 2019 am DHI in Moskau stattfinden.

Die Bewerbungsfrist endet am 26. Mai 2019.

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, sich zu bewerben.

Hier finden sie weitere Informationen.

30.04.2019

Call for papers - DGO Fachgruppe Geschichte

Die Geburt des Rechtsterrorismus Historische Perspektiven auf politische Attentate der gewaltbereiten und extremen Rechten in Ost- und Westeuropa bis zum Zweiten Weltkrieg

Ort: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Datum: 21.–23.11.2019

Der Terrorismus ist in der Gegenwart medial nahezu omnipräsent. Insofern verwundert es nicht, dass auch das Interesse an der Terrorismusforschung in den Politik- und Sozialwissenschaften sowie an der Geschichte des Terrorismus groß ist. Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen dabei seit dem 11. September 2001 einerseits der islamistische Terrorismus, andererseits in der deutschen Geschichtswissenschaft auch der Linksterrorismus der 1970er Jahre. Dagegen hat der Rechtsterrorismus bislang vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit sowohl in der Historiographie als auch in der Terrorismusforschung allgemein erfahren.

Die geplante Tagung widmet sich in historischer Perspektive den Ursprüngen des Rechtsterrorismus in Ost- und Westeuropa seit dem späten 19. Jahrhundert. Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen der Herausbildung rechtsextremer Ideologien und politisch motivierten Gewaltakten zu beleuchten. Im Mittelpunkt steht die Geschichte rechter Gewalt im Russischen Reich im Kontext der Revolution des Jahres 1905 sowie in West- und Osteuropa in der Zwischenkriegszeit. Dabei werden nicht nur Ideologie und Motivationen der Attentäter in den Blick genommen, sondern auch das Unterstützerumfeld der Attentäter – insbesondere Sympathisanten in den politischen und gesellschaftlichen Eliten –, die mediale Rezeption der Attentate sowie die Reaktionen von Politik und Öffentlichkeit auf die Attentate. 
Leitfragen sind dabei:

- Welche Bedeutung kommt rechtsextremen Ideologien für die Erklärung des Rechtsterrorismus zu? Gab es „Vordenker“, deren Schriften und Reden die Attentäter bei ihren Gewalttaten beeinflussten? Welche Debatten führten gewaltbereite und extreme Rechte über die Legitimität von Gewalt als politischem Mittel?

- Wie verhielt sich der Rechtsterrorismus zu anderen Formen rechter Gewalt (Mob- und Pogromgewalt, Bandenkriminalität, Selbstjustiz, paramilitärische Aktionen)? Dabei auch: Welche Gruppierungen zählten zum Unterstützerumfeld der Attentäter (rechtsextreme Parteien und Bewegungen, staatliche Institutionen wie z. B. Geheimdienste, Armeen, etc.)? Wie verhielten sich Rechtsterrorismus und Regime, die Staatsterror einsetzten, zueinander, welche Überschneidungen (und Abgrenzungsprobleme) gibt es?

- Worin bestehen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Attentaten nationaler Befreiungsbewegungen, etwa in der Ukraine, Armenien und Irland, und rechter bzw. rechtsextremer Gewalt im Selbstverständnis der Gruppierungen sowie in der medialen Rezeption?

- Inwieweit wurden Attentate rechter Gruppierungen zeitgenössisch als neue Form von Gewalt wahrgenommen, inwieweit erkannten Presse und Öffentlichkeiten einen Zusammenhang zwischen Attentaten von rechts und den bis dahin bekannten Formen von Terrorismus seitens anarchistischer Gruppierungen oder nationaler Befreiungsbewegungen?

- Was lässt sich über die Soziologie des Rechtsterrorismus sagen (insb. Kategorien Klasse und Gender)? Wer waren die Opfer der Attentate, gegen welche Personengruppen richtete sich rechtsterroristische Gewalt bevorzugt? Inwieweit spielten dabei gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus eine Rolle?

- Welche politische Wirkung konnte Rechtsterrorismus im Kontext der Gewalteskalationen der Revolutionen von 1905 und 1917, des Ersten Weltkrieges, der Bürgerkriege in Osteuropa und der politischen Gewalt der Zwischenkriegszeit entfalten?

Die Tagung möchte eine Diskussion über unterschiedliche Genealogien und Variationen des Rechtsterrorismus in Ost- und Westeuropa anregen und zu einem besseren Verständnis davon, was Rechtsterrorismus ist, beitragen. Da die Definition von „Rechtsterrorismus“ nach wie vor umstritten ist, sind Beiträge zu rechter Gewalt erwünscht, die sicher oder auch nur möglicherweise als Rechtsterrorismus bezeichnet werden kann oder die zeitgenössisch als terroristisch eingestuft wurde. Anschließend ist erneut danach zu fragen, welche Bewegungen und Gruppierungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als „rechtsterroristisch“ zu betrachten sind und welche Gemeinsamkeiten eines „rechten“ Terrors – auch in Abgrenzung zu islamistischem sowie zu linkem Terrorismus – sich dabei herauskristallisieren lassen.

Die Organisatoren freuen sich über Vorschläge für Vorträge bis zum 25. Mai 2019. Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit Abstract und Kurzlebenslauf an Johannes Dafinger: [Email protection active, please enable JavaScript.]. Die Tagungs- und Diskussionssprache ist englisch. Abstracts können auch in deutscher Sprache eingereicht werden.

Dr. Moritz Florin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Johannes Dafinger, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Kontakt: [Email protection active, please enable JavaScript.]

09.04.2019

Kolloquium SoSe 2019

 

Das Forschungskolloquium zur Osteuropäischen Geschichte findet im kommenden Sommersemester wie gehabt montags um 16 Uhr (c.t.) statt. Die Veranstaltungen finden im Veranstaltungsraum der Abteilung für Osteuropäische Geschichte in der Adenauerallee 4-6 im Raum 3.010 statt.

Alle Osteuropainterssierten sind herzlich eingeladen den Sitzungen beizuwohnen!

Das aktuelle Programm finden Sie hier.

 

25.03.2019

PhD Program in Global History of Empires

 

The Program in Global History of Empires announces the call for applications for admissions in 2019 (deadline April 16). The program is implemented by the University of Turin (Italy) and the Higher School of Economics (Moscow and St. Petersburg, Russia).  The program is for three years, enrolled students pursue their dissertation research in English in an international environment and enjoy academic supervision. Scholarships are allocated at the University of Turin (4 scholarship) and the Higher School of Economics (3 scholarships).

More Information here

Application here

25.03.2019

Core, Periphery, Frontier - Spatial Patterns of Power - International Conference (SFB1167)

 

Vom 28.März 2019 bis zum 30.März 2019 findet die International Conference "Core, Periphery, Frontier - Spatial Patterns of Power", organisiert vom SFB 1167 "Macht und Herrschaft - Premodern Configurations in a Transcultural Perspective", statt. Unsere Kollegin Diana Ordubadi hält in diesem Rahmen am Donnerstag, den 28. März um 16.45 einen Vortrag zum Thema: "Moskau als drittes Rom und Konstantinopel: Das Verhältnis zweier christlich-orthodoxer Zentren im 16.Jahrhundert".

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen der internationalen Tagung zu folgen. Es wird um Voranmeldung gebeten unter: [Email protection active, please enable JavaScript.] (Frau Gabriela Gabrys-Geyer). Die Veranstaltung findet im Festsaal des Universitätshauptgebäudes Am Hof 1 statt.

Wir freuen uns Sie dort begrüßen zu können.

 

 

Weitere Informationen

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13.03.2019

Summer School “History Takes Place – Dynamics of Urban Change” vom 23.-27. September 2019

 

Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius lädt diesen Herbst zu der Summer School "History Takes Place - Dynamics of Urban Change" ein.

Genauere Informationen finden Sie unter dem Link:  www.history-takes-place.de            
 

 

The Summer School “History Takes Place – Dynamics of Urban Change” will bring together from 23 to 27 September 2019 international young researchers – historians, art historians, archaeologists, cultural and social scientists, city planners and architects. This year’s programme concentrates on the city of Tel Aviv-Jaffa focusing on its Bauhaus heritage and will be hosted by the White City Center in Tel Aviv. The ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius and the Gerda Henkel Foundation invite the participants to study the connections between historical events and spatial development.

 

Since 2003 we have invited young historians and social scientists (usually postgraduate students) annually to take part in studies programmes in various locations. The aim is to find the traces of history in the topography, architecture and monuments of the place. The city itself is 'read' as a historical source – 'History Takes Place'.

07.03.2019

Summer School Prag 2019

 


We are happy to inform you that EUROPEUM Institute for European Policy is organizing the 17th annual European Summer School. EUROPEUM is a Prague-based think-tank that undertakes programs, projects, publishing and training activities related to the European integration process. This year’s European Summer School will take place from 13th to 20th July, 2019. The programme will be focused on current issues that the European Union faces, including the reform processes and the position of Central European countries. European Summer School is organized under auspices of the European Commission Representation in the Czech Republic, in cooperation with Prague College and Faculty of Social Sciences of Charles University in Prague. European Summer School in Prague is a great experience in one of Europe’s most beautiful capitals.

The 17th annual European Summer School is titled "Restarting Europe: Central European Perspective" and will take place in Prague from 13th to 20th July 2019. The lectures and workshops will cover the topics of EU reform, foreign policy, migration, competitiveness and many more.

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15.02.2019

Der Erinnerungsort Kaštak bei Tomsk: Gedenken an die Opfer des Stalinistischen Terrors in Sibirien

 

Heute ist mit dem ersten Beitrag über die Gedenkstätte an die Opfer des Stalinismus in Tomsk von Paul Assies die Reihe „Erinnerungsorte des Stalinismus im postsowjetischen Raum“ gestartet. Es folgen demnächst Beiträge über Kommunarka, Levashovo, AlZhir und viele weitere. Bei diesen fundierten, quellengesättigten Blogbeiträgen handelt es sich um B.A.- und Masterarbeiten, die von unserer Kollegin Katja Makhotina betreut worden sind. Wir freuen uns sehr, diese Reihe anzukündigen und danken der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien für die Möglichkeit der Veröffentlichung!
 

 

15.02.2019

Exkursionsbericht Sankt Petersburg 2018

 

Exkursionsbericht Sankt Petersburg

1.-7. Oktober 2018: Higher School of Economics/ St. Petersburg / European University at St. Petersburg

 

Die Exkursion nach Sankt Petersburg fand im Rahmen einer Kooperation der Abteilung für Osteuropäische Geschichte und dem Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik der Universität Bonn statt. Hierzu fanden vorbereitend Veranstaltungen, wie das Hauptseminar „Stadtgeschichte Sankt Petersburgs 1703-1914“ von Martin Aust, der Vorlesung „1914-1945: Grundzüge und Probleme des 'Age of Catastrophe' im Blick der Geschichtsdidaktik“ von Peter Geiss, und der Übung „‘Unsichtbare Städte‘ – Die osteuropäische Stadt im 20. Jahrhundert als historischer und sozialer Raum“ von Katja Makhotina, im Sommersemester 2018 statt. Besonderer Dank gilt Katja Makhotina, da sie uns als gebürtige Petersburgerin einen fabelhaften Einblick in die Geschichte und Kultur der Stadt bieten konnte. Die Themenfelder, die wir während des Aufenthaltes besprochen haben, reichten von imperialer Geschichte, über Erinnerungsgeschichte des Zweiten Weltkrieg bis hin zu Schulbuchthematik im heutigen Russland, sodass für alle Studierende, ob Osteuropa-, Lehramt- oder allgemein-geschichtlich interessiert, etwas Spannendes dabei war.

Wir sind am Montag den 1. Oktober 2018 von Düsseldorf aus in eine Stadt und ein Land gestartet, dass den allermeisten unserer ca. 20 Personen starken Gruppe gänzlich unbekannt war. Wir sind mittags am Flughafen Pulkovo gelandet und mit Bus und Metro zu unserem Hotel gefahren, das sich in unmittelbarer Nähe zum Newskij Prospekt und dem Moskauer Bahnhof befindet. Diese zentrale Lage hat den Studierenden ermöglicht, sich auch frei in der Stadt zu bewegen, und hat oft lange Anfahrtswege erspart. Nach der Ankunft im Hotel und einer kurzen Ankommens-Pause haben wir am frühen Abend unter der Führung von Katja Makhotina den Newskij Prospekt – die Hauptstraße und die älteste Flaniermeile – erkundet. Wir haben die zentralen  Erinnerungsorte des imperialen Petersburgs betrachten können, wie z.B. der Moskauer Bahnhof, das Denkmal für Katharina II., das Eliseev-Kaufhaus, das Singer-Haus, die Kasaner Kathedrale oder das Stroganov-Palais, bis wir schließlich den Palastplatz und das berühmte Winterpalais erreichten. Dort trennte sich die Gruppe, und es gab Zeit für individuelle Aktivitäten.

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© K. Makhotina

 

Der zweite Tag fing mit einer Bootstour auf der Fontanka und der Newa an. Es herrschte zu unserem Bedauern jedoch Hochwasser, sodass wir nur eine verkürzte Fahrt machen konnten. Trotz dieses Umstandes sahen wir die prachtvollen Bauten und Kanäle der Stadt sowie historische Schiffe und unter ihnen – den Panzerkreuzer Aurora, welcher heute als Museum fungiert. Daraufhin ging es das erste Mal zur Higher School of Economics, wo wir nach einer Stärkung in der unieigenen Stolovaia (Kantine/Mensa), einem Vortrag von Anton Kotenko zum Thema „St. Petersburg as an Imperial Capital“ folgen durften. Wir beschäftigten uns mit Merkmalen einer imperialen Hauptstadt wie z.B. Denkmälern und der Präsenz verschiedener ethnischer Gruppen und bezogen sie auf die einstige russische Zarenhauptstadt.

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© K. Makhotina

 

Am Mittwoch, dem 3.10.2018 haben wir zunächst eine Veranstaltung bei Vladimir Bobrovnikov besucht. Diese widmete sich dem Thema „Islam in the Russian Empire“. Uns wurde ein Rundumblick zur Geschichte des Islams in Russland von der Antike bis in die Neuzeit gewährt. Nach einem kleinen Mittagessen ging es nun in einen Außenbezirk von Sankt Petersburg. Dieser Ausflug stand unter dem Thema „Memories of War“, denn unser Ziel war die Gedenkstätte des Piskarevo Friedhofs, der größte Friedhof für zivile Kriegsopfer weltweit. Dort hat Katja Makhotina die Führung übernommen und mit uns den Friedhof besichtigt, auf dem zahlreiche Opfer der deutschen Blockade Leningrads von 1941 bis 1944 begraben liegen. Der Friedhof steht als Beispiel für sowjetische Erinnerungskultur an den Krieg, in der nicht nur der Heroismus, sondern auch Opfer und Trauer thematisiert werden. Das Schicksal der verhungerten Zivilbevölkerung während der Leningrader Blockade wird ausführlicher in einem Ausstellungspavillon am Eingang in die Gedenkstätte thematisiert, in dem ein Andachtsraum und eine Dauerausstellung zu diesem Thema beherbergt sind.

Am darauffolgenden Tag war unser Terminplan reich gefüllt. Schon morgens begaben wir uns zur HSE um dem Vortrag von Aleksandr Semyonov zum Thema „Russian Imperial History“ zu hören. Dieser bezog sich vor allem auf den Zeitraum vom 17./18. Jahrhundert bis heute. Der Fokus lag bei der Legitimation der Zarenherrschaft und der Kontinuität, die man heute noch in der Politik beobachten kann. Nach einer kurzen Mittagspause ging es gleich weiter mit einer Gastreferentin. Frau Milena Tretiakova von der „Gedenkstätte für die Opfer der Belagerung Leningrads“ sprach über die gesellschaftlichen Erinnerungen an die Blockade und eine Neukonzeption des Blockademuseums in Sankt Petersburg. Katja Makhotina hat den russischen Vortrag und die Diskussion ins Deutsche übersetzt. Die Referentin schilderte die inhaltliche Konzeption des Museumsprojektes: Hier sollten vor allem individuelle Schicksale der Opfer im Mittelpunkt stehen. In den nächsten Zeit Jahren wird das Bauprojekt fertiggestellt sein und die neue Gedenkstätte eröffnet. Am frühen Abend waren wir dann zur „Ab Imperio Award Ceremony“ eingeladen, wo der britische Historiker Krishan Kumar eine Auszeichnung für sein Werk „Visions of Empire“ entgegen nahm und über fünf Imperien der Weltgeschichte sprach: Rom, das Osmanische Reich, Großbritannien, das Habsburgerreich und Russland, bzw. die Sowjetunion.

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© K. Makhotina

 

Auch der letzte Tag des regulären Programms war mit spannendem Inhalt gefüllt. An der Europäischen Universität St. Petersburg empfing uns Historikerin Tatiana Khripachenko mit einem Vortrag zum Thema „History textbooks and history as a subject at school”, – eine Perspektive, die nicht nur für die Lehramtsstunden in unserer Gruppe interessant war. Anschließend hatten wir Kunsthistoriker Vadim Bass zu Gast, der sich mit der Petersburger Architektur der Zeit um 1900 auseinandersetzte. In seinem Vortrag „The City which never was: Petersburg of the 20th Century as reflected in the mirror of architectural competition“ schilderte er nicht nur Bauprojekte, die nie realisiert wurden, sondern auch die wichtigsten Eckpunkte  der Baugeschichte der imperialen Hauptstadt seit dem 18. Jahrhundert. Im Anschluss an seinen Vortrag bot er uns noch eine Führung durch Sankt Petersburg an und führte uns an die Petrograder Seite der Stadt, die im späten 19. Jahrhundert im Stil des nördlichen Modernismus gestaltet wurde. Die letzte Station war das Kirov-Museum, welches sich in der Privatwohnung des ehemaligen Parteileiters von Leningrad Sergei Kirov befindet. In diesem „Museum im Museum“ konnte man einen Eindruck davon gewinnen, wie der Alltag der kommunistischen Führer musealisiert und erinnerungskulturell verfestigt wurde. Den letzten gemeinsamen Abend haben wir dann alle in einem georgischen Restaurant in der Nähe der Kasaner Kathedrale verbracht, bei angeregten Gesprächen, gutem Essen und leckerem Wein. Denn der Samstag war für individuelle Aktivitäten der Studierenden gedacht. Die meisten haben den Tag dazu genutzt eins der vielen Museen in Sankt Petersburg zu besuchen, besonders beliebt war selbstverständlich die Ermitage.

 

Alles in allem war es eine große Bereicherung und eine große Freude für alle Teilnehmenden, die Kultur Russland und die Einzigartigkeit Sankt Petersburgs auf diese Art kennenzulernen.

 

 

12.2.2019 Ines Skibinski

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